Deutsche Seniorenmeisterschaften 2026

Zum 36. Mal wurden die Deutschen Seniorenmeisterschaften im Gerättunen ausgetragen, dieses Jahr in Koblenz. Wie schon in den Vorjahren waren auch wieder einige Pfälzer Turner/ innen am Start, dies war nur möglich mit dem Melden eines Kampfrichters. Daher schonmal Vielen Dank an Eva Bauer (weiblicher Bereich) und Helmut Metz (Männer) die das ganze Wochenende im Einsatz waren. Die einzelnen Altersklassen turnten in 4 Durchgängen Ihre Sieger aus, dies Erfolgt immer von „Alt nach Jung“. 

Im 1. Durchgang am frühen Samstagmorgen turnten zwei Männer in den Altersklassen 80 + und 65 +. Der 84-jährige Klaus Burger vom TSV Speyer war der einzige Turner in seiner Altersklasse der an allen fünf möglichen Geräten turnte. Leider kommen in der Altersklasse 80+ nur noch die zwei höchsten Punktzahlen in die Endwertung, so dass die Gerätespezialisten etwas im Vorteil waren. Bei Klaus waren dies der Barren und das Reck. Hier konnte er insgesamt 19,15 Punkte erturnen und bei 12 gemeldeten Turnern einen beachtlichen 7. Platz erreichen. Der 66-jährige Gerhard Metz (TV Hatzenbühl) ging zwar als Titelverteidiger an den Start, wusste aber im Vorfeld, dass dies nur schwer zu realisieren ist. Zu viele kleinere Verletzungen erschwerten die Vorbereitung. Am Boden hatte er dann auch gleich einen Wackler bei beim Krafthandstand, aber getreu dem Motto „abgerechnet wird erst nach dem letzten Gerät“ turnte er seine Übung sehr sauber zu Ende und konzentrierte sich dann auf die folgenden Geräte. Am Pauschenpferd und am Barren turnte er dann zwar die Höchstwertung in seiner Riege, aber am Reck nochmals ein kleiner Fehler. Bei der Siegerehrung war die Freude dann groß, Deutscher Vizemeister in der Altersklasse 65+. 

Vom TV Hatzenbühl turnten am Nachmittag vier weitere Turner. Jochen Polsz konnte in der Ak55+ einen beachtlichen 9. Platz erturnen. In der Altersklasse 60+ erreichte Thomas Müller - Rang 17., Volker Lang - Rang 15. und Herbert Müller erreichte den 14. Platz. Auch diese Platzierungen verdienen unseren Respekt und sind nur mit regelmäßigem Training zu erreichen.  Die Männerriege feierte im Anschluss bei der Abendveranstaltung, die Separat gebucht werden muss, ihre Leistungen. 

Am Sonntag startete im 4. Und letzten Durchgang bei den Männern der Altersklasse 40+ Patrick Kessler vom TV Wörth. Nach einem 5. Platz im Vorjahr konnte er sich dieses Jahr nochmal um einen steigern. Nach einem Patzer am Reck und leichten Unsicherheiten am Boden kam er langsam in seinen Rhythmus und turnte die restlichen Geräte souverän durch.  Mit dem letzten Gerät, dem Barren, und einer fehlerfreien Übung sicherte er sich den 4. Platz. 

In der gleichen AK bei den Frauen startete Michaela Daum-Föhr vom TV Schwegenheim. Sie kann aufgrund Gelenkbeschwerden nicht richtig trainieren und musste sogar ihre Übungen umstellen, sodass sie nicht ihre volle Leistung zeigen kann. Dafür war sie mehr als zufrieden über ihren 11. Platz. Der Sprung und Boden liefen so weit fehlerfrei. Am Barren traf sie nach einer tollen Übung leider nicht die Vorgeschriebene Landematte und an der Bank musste sie einmal das Gerät verlassen. Diese beiden kleinen Fehler haben sie den 6. Platz gekostet, was dann schon etwas ärgerlich war. 

Mit Simone Magin (TSG Haßoch) und Maren Christmann (Turn-Team Sickingen) traten bei den 30+ Damen gleich 2 Pfälzerinnen an. Bereits zum 4. Mal in Folge nahm Simone Magin an diesem Wettkampf teil und stellte ihr Können unter Beweis. Der Wettkampf begann am Schwebebalken zwar etwas wackelig, sodass nicht alle Elemente wie geplant gezeigt gelangen, dennoch ließ sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen. An den folgenden Geräten zeigte sie starke Leitungen und überzeugte besonders mit sehr guten Übungen am Boden, Sprung und Barren. Mit sauber ausgeführten Elementen konnte sie ihr Potential gut präsentieren und den Wettkampf gelungen beenden. In einem starken Teilnehmerfeld von 27 Turnerinnen erreichte Simone einen respektablen 19. Platz. 

Maren war das 1. Mal bei den Deutschen dabei. Die Wettkampfathmosphäre war für sie ganz besonders. Die Nationalhymne zu beginn, überall die Fahnen und gleichzeitig die entspannte Stimmung mit gegenseitiger Unterstützung. Sie reiste mit viel Aufregung und einen kleinen Fan Kreis an. Mit ihrer Leistung, einem 14. Platz, war sie sehr zufrieden. Ihr gelang ein guter Sprung, eine solide Barrenübung und eine tolle Bodenübung, die ihr selbst sehr viel Freude bereitet beim Turnen. Das konnte auch das Publikum spüren. Lediglich der Balken machte ihr etwas Bauchweh, da sie hier bei den Pfalzmeisterschaften gestürzt war. Umso schöner war dann, dass sie nicht nur die Übung durchstehen konnte, sondern auch dass sie mit einem neuen Abgang ihre Wertigkeit seigerte.