Comeback und Nervenkitzel

Die TG Pfalz beendet turbulente Bundesliga-Saison 2025 versöhnlich

Die Saison 2025 endete nach einer Achterbahn der Gefühle mit Siegen, Niederlagen und verschiedenster Leistungen, mit einem Sieg gegen Leopoldshöhe. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und knapper Niederlagen gegen Top-Teams bewiesen die jungen Pfälzer Athleten um Kapitän Mäuslein eindrucksvoll ihre Wettkampfhärte und schlossen die Saison mit einem wichtigen Auswärtssieg ab. 

Der Saisonauftakt vor heimischem Publikum gegen den Liganeuling TV Wanheimerort am 27. September endete zwar mit einem deutlichen 45:29-Sieg, offenbarte jedoch sofort die Turbulenzen des neuen Wettkampfjahres: Technische Pannen wie ein gerissenes Riemchen und ein misslungenes Reck-Setup, das in einem regelrechten „Tohuwabohu“ mündete, sorgten für einen ungewöhnlich chaotischen Start. Dennoch sicherten routinierte Turner wie Niklas Conrad und Jan Sitter sowie der Debütant Elias Altvater die ersten zwei Punkte in der Tabelle. 

Der zweite Wettkampftag brachte die erwartete Zäsur: Ohne den dänischen Spitzenturner Sofus Møllgaard musste sich die TG Pfalz der Dominanz des TV Hösbach-Großostheim geschlagen geben und trat ohne einen einzigen gewonnenen Gerätepunkt die Heimreise an. Das Debüt von Yannick Neumaier und David Altenmüller blieben als einzig positive Aspekte übrig. 

Nach dem deutlichen Dämpfer fanden die Pfälzer jedoch zu ihrer Stärke zurück. Der dritte Wettkampf gegen die TuS Vinnhorst II entwickelte sich zum Wendepunkt der Saison: In einem an Spannung kaum zu überbietenden Duell vor heimischer Kulisse kehrte die geforderte Stabilität und der bekannte Teamspirit der Mannschaft zurück. Trotz einer knappen 27:29-Niederlage im letzten Duell gegen den favorisierten Gegner schöpfte das Team ordentlich Selbstvertrauen. 

Diese verbesserte Formkurve manifestierte sich auch in den folgenden Wochen. Obwohl die TG Pfalz beim Auswärtsauftritt gegen die TSG Sulzbach eine tadellose Leistung ohne Sturz ablieferte, musste man sich dem favorisierten Gastgeber geschlagen geben, konnte aber vier Gerätepunkte für sich verbuchen. Auch der letzte Heimwettkampf gegen den TV Weißkirchen mündete trotz der Integration des Österreichers Alexander Pfaffmann und einer knappen Führung in der Halbzeit, in einer 25:33-Niederlage, was die dritte knappe Entscheidung in Folge darstellte. Nach einer weiteren Auswärtsniederlage gegen die KTV Hohenlohe, bei der Niklas Conrad als Topscorer überzeugte, setzte die Mannschaft am letzten Wettkampftag ein starkes Zeichen. Beim Dauerrivalen TuS Leopoldshöhe lieferten die Pfälzer am 15. November eine souveräne Leistung ab. Mit erleichterten, aber sauberen Übungen und einem eindrucksvollen 12:3-Punkteregen am Barren gelang der zweite Saisonsieg. Mit 37:29 Scorepunkten (7:5 Gerätepunkte) bezwangen die Pfälzer den Gastgeber, wobei der zurückgekehrte dänische Meister Sofus Møllgaard zum Topscorer avancierte und so für einen mehr als versöhnlichen Saisonabschluss sorgte. Im Verlauf der Saison steigerte die TG Pfalz sich immer wieder und nimmt vor allem Erfahrung und Konstanz mit in die Saison 2026. Damit zeigten die Pfälzer aber auch, dass sie ein Gegner ist, mit dem die Liga auch in Zukunft fest rechnen muss. Die Turngemeinschaft Pfalz möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um sich bei all jenen zu bedanken, die das Unterfangen 3. Bundesliga 2025 erst möglich gemacht haben: Ein riesiger Respekt geht an die Fans für die großartige Unterstützung und die großartige Atmosphäre in der Halle sowie an alle Helfer und Organisatoren hinter den Kulissen und unseren Trainer Stefan Hertel. Ein besonderer Dank gilt zudem den Verantwortlichen des Pfälzer Turnerbundes und den Kampfrichtern Matthias Pacia und Joachim Kindler für ihren essenziellen Einsatz. Die Pfälzer Turnfamilie freut
sich schon jetzt auf ein Wiedersehen in der kommenden Saison.

Christian Eberle